Weihnachtsschlacht um Kunden in den Discountern

Veröffentlicht auf von Anscha

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Unser Entsetzen über die frühzeitige Lagerung der Weihnachtsartikel im September. Wo ist es ?

Bereits Anfang September wurde die Ware bereits in zig Discountern in die Auslage gebracht.

Was war das Entsetzen groß; "Wie, jetzt schon ? Viel zu früh !"

Oder : "Bei mir geht's erst Anfang November mit Weihnachtsgeschenken und Lebkuchen los!"

 

Woran liegt es, dass wir verstummt sind ? Sind es die Lebkuchen, die uns so hervorragend munden ? Unsere Kids, die quengelnd an der Süssigkeiten Auslage stehen ? Oder sind wir diesem Trend einfach gefolgt und haben uns unbewusst auf diesen Deal der Discounter eingelassen ? Wie auch immer.

 

Ich möchte Euch hier nun nur nochmal auf die Strategie mancher Discounter dezent *hust* hinweisen.

Dem Anfang von Allem.

Zwar lächelnd zu beäugeln, jedoch durchaus mit einer kleinen Spur Ernst.

 

>Die Ware Leben im wahren Leben. Weihnachten ist nicht mehr wahr.

Es ist  eine Ware Weihnacht geworden.<

 

Mittwoch; 6.September:

 

Schönster Altweibersommer - Noch einmal Menschen in T-Shirt und Sandalen in den Strassencafes und Biergärten. Bisher keine besonderen Vorkommnisse in der Kampstrasse.

Dann plötzlich um 10:47 Uhr kommt der Befehl von Aldi-Geschäftsführer Erich B.:

"5 Paletten Lebkuchen und Spekulatius in den Eingangsbereich!"

 

Von nun an überschlagen sich die Ereignisse. Zunächst reagiert Minimal-Geschäftsführer Martin O. eher halbherzig mit einem erweiterten Kerzensortiment und Marzipankartoffeln an der Kasse.

 

15:07 Uhr: Edeka-Marktleiter Wilhelm T. hat die Mittagspause genutzt und operiert mit Lametta und Tannengrün in der Wurstauslage..

 

16:02 Uhr: Die Filialen von Penny und Plus bekommen Kenntnis von der Offensive, können aber aufgrund von Lieferschwierigkeiten nicht gegenhalten und fordern ein Weihnachtsstillstands-Abkommen bis zum 20. Oktober.

Die Gespräche bleiben ohne Ergebnis.

 

 

Donnerstag, 7. September:

 

07:30 Uhr: Im Eingangsbereich von Karstadt bezieht überraschend ein Esel mit Rentierschlitten Stellung, während 2 Weihnachtsmänner vom studentischen Nikolausdienst vorbeihastende Schulkinder zu ihren Weihnachtswünschen verhören. Zeitgleich erstrahlt die Kaufhausfassade im gleissenden Schein von 260.000 Elektrokerzen.

Die geschockte Konkurrenz kann zunächst nur ohnmächtig zuschauen.

Immerhin haben jetzt auch Kaufhof, REWE und Minimal den Ernst der Lage erkannt.

 

 

Freitag; 8. September:

 

09:00 Uhr: Edeka setzt Krippenfiguren ins Gemüse.

09:12 Uhr: Minimal kontert mit massivem Einsatz von Rauschgoldengeln im Tiefkühlregal.

10:05 Uhr: Bei Kaufhof verirren sich dutzende Kunde in einem Wald von Weihnachtsbäumen.

12:00 Uhr: Neue Dienstanweisung bei REWE:

An der Käsetheke wird mit sofortiger Wirkung ein "Frohes Fest" gewünscht.

Die Schlemmerabteilung von Kaufhof kündigt für den Nachmittag Vergeltungsmassnahmen an.

 

 

Samstag; 9. September:

 

07:00 Uhr: Karstadt schaufelt Kunstschnee in die Schaufenster.

08:00 Uhr: In einer eilig einberufenen Krisenversammlung fordert der aufgebrachte Penny-Geschäftsführer Walter T. von seinen Mitarbeitern lautstark:

"Weihnachten bis zum Äussersten" und verfügt den pausenlosen Einsatz der von der Konkurrenz gefürchteten CD:

"Weihnachten mit Mirrelle Matthieu" über Deckenlautsprecher.

Der Nachmittag bleibt ansonsten ruhig.

 

 

Montag; 11. September:

 

08:00 Uhr: Anwohner der Kampstrasse versuchen mit Hilfe einer einstweiligen Verfügung die nun von Kaufhof angedrohte Musikoffensive "Heiligabend mit den Flippers" zu stoppen..

09:14 Uhr: Ein Aldi-Sattelschlepper mit Pfeffernüssen rammt den Posaunenchor "Adveniat",

der gerade vor Karstadt zum grossen Weihnachtsoratorium ansetzen wollte.

09:30 Uhr: Aldi dementiert. Es habe sich bei der Ladung nicht um Pfeffernüsse, sondern Christbaumkugeln gehandelt.

18:00 Uhr: In der Stadt kommt es kurzfristig zu ersten Engpaessen in der Stromversorgung als der von C&A beauftragte Rentner Erwin Z. mit seinem Flak-Scheinwerfer Marke "Varta Volkssturm" den Stern von Bethlehem an den Himmel zeichnet.

 

 

Dienstag; 12. September:

 

Die Fronten verhärten sich. Die Strategien werden zunehmend aggressiver.

10:37 Uhr: Auf einem Polizeirevier meldet sich die Diabetikerin Anna K. und gibt zu Protokoll,

sie sei soeben auf dem Platz von Leeds zum Verzehr von Glühwein und Christstollen gezwungen worden.

Die Beamten sind ratlos.

12:00 Uhr: Seit gut einer halben Stunde beschiessen Karstadt, Kaufhof und C&A die Einkaufszone mit Schneekanonen. Das Ordnungsamt mahnt die Räum- und Streupflicht an. Umsonst!

14:30 Uhr: Teile des Stadtbezirks sind unpassierbar.

Eine Hubschrauberstaffel des Bundesgrenzschutzes beginnt mit der Bergung von Eingeschlossenen.

Menschen wie Du und ich, die nur mal in der schönen Herbstsonne bummeln wollten.

 

Frohe Weihnachten Euch Allen

Veröffentlicht in Es weihnachtet...

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diana richter 11/11/2011 06:02



finds auch doof, wenn bereits im september das ganze weihnachtszeug rausgeholt wird, so kann man sich gar nicht auf weihnachten mehr freuen wenns soweit ist. und im dezember gibts dann meist gar
nix mehr und die osterzeit beginnt da schon wieder